| ||||||
|
Волосяанка Das Dorf Wolosjanka liegt am Fuß der Berge Beskid und Kitschera, 40 km von Welykyj Beresnyj den Uzh aufwärts und 5 km vor dem Uzhok-Pass. Zu Wolosjanka gehört noch das kleine Dorf Luch. Über das Dorf – und das kann man so wörtlich nehmen, denn 3 hohe Eisenbahnbrücken und das entsprechende Rattern der Züge prägen das Ortsbild und das Leben - führt die Bahnlinie Uzhhorod - Lviv (Lemberg) in großen Bögen durch und um den Ort hinauf zum Uzhok-Pass (889m)
Der hübsche kleine Bahnhof von Wolosjanka Früher arbeiteten 800 Einwohner des Ortes bei der Bahn. Auch heute sind es noch viele. Viele sind aber wohl im Ruhestand oder arbeitslos und haben Zeit, ihre Häuschen zu pflegen. Vielleicht macht deshalb der Ort einen so friedlichen Eindruck und man möchte sich zu den Leuten auf die Bank vor dem Haus setzen.
In historischen Quellen wurde 1691 zum ersten Mal erwähnt., dass Wolosjanka 1549 gegründet worden sei. Die meisten Historiker aber halten Wolosjanka für das älteste Dorf Transkarpatiens. Wie fast alle Orte im Uzhtal gehörte Wolosjanka dem Grafen Druget. Während der Kriegsjahre 1914-18 war Wolosjanka Kriegsschauplatz, hier bekämpften sich die Heere des Kaisers von Österreich-Ungarn und des russischen Zaren. Im Januar 1919 kam das seit Jahrhunderten ungarische Wolosjanka mit Transkarpatien zur neugegründeten Tschechoslowakei. Im März 1939 wurde dieser Landesteil wieder von Ungarn okkupiert und am 16. Oktober 1944 von der Roten Armee "befreit" und daraufhin Bestandteil der Sowjetunion. Am manchen Samstagen gibt es im Dorf nicht nur einen Flohmarkt, auf dem alle Arten von Kramuri verkauft werden, sondern auch einen Pferde- und einen Ferkelmarkt, auf dem Sie sich bei Gründung eines Hausstandes mit dem nötigen Viehzeug eindecken können. Früher konnte man die Ferkel in der Elektritschka dann von den Händlern kaufen. In Wolosjanka wird gewebt und man kann evtl. Stickereien kaufen. Von Wolosjanka führt eine Straße nördlich hinauf in das idyllische Dorf Werchowina-Bystra mitten im herrlichen Wandergebiet des Nationalparks. Eine zweite Straße führt in das bekannte Skigebiet "Schtscherbyn". Hier gibt es auch einen Bahnhof bevor der Zug nach insgesamt 7 Tunnels und mehreren engen Schleifen den Pass beim Bahnhof Uzhok erreicht. Begonnen hat man mit dem Bau der Eisenbahn bereits 1903 Diese Strecke ist nicht nur für Eisenbahnfreaks ein wahrer Genuss – auch wegen der herrlichen Ausblicke hinunter ins Tal des Uzh. Südlich führen zwei holprige Straßen relativ eben Bachläufen entlang zu abgeschiedenen Dörfern. In Suchyj steht eine alte Stabholzkirche, deren Dach und Holzverkleidung völlig neu sind. |
|
Webmaser: |