Uzhok

 

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Ужок 

Von hier holt die Bahn in großen Schleifen Schwung und durchfährt 7 Tunnel, und die Straße schraubt sich in Serpentinen hoch zum Uzhokpass ( 898 m). Aber mitten im Ort stoppt ein Schlagbaum zuerst einmal die Fahrt. Zwei Milizionäre prüfen die Papiere von Fremden. Die Grenze nach Polen ist zwar nur wenige Kilometer entfernt, aber hier ist die Ländergrenze zwischen Transkarpatien und dem Oblast von Lwiw (Lemberg). Der ukrainische Staat nutzt die Karpatenübergänge für Kontrollen.

Früher standen an allen Stadt- und Kreisgrenzen in der Nähe der Staatsgrenze solche DAI-Stellen, an denen auch Radfahrer und Fußgänger sich ausweisen mussten. Zu SU-Zeiten gab es ohne Passierschein keine Möglichkeit, in die Stadt oder ins Dorf hinaus zu kommen. Und für Waren konnte jederzeit "Zoll" kassiert werden.

Uzhok wurde im 16.Jh. gegründet, ist aber hundert Jahre später durch eine Seuche ausgestorben.. Es ließen sich bald wieder Menschen nieder. Sie kamen aus Lemberg und seiner Umgebung. Sie und ihre Mundart unterscheiden sich noch heute wesentlich von denen der anderen Bewohner des Tales.

Ein gute Mineralquelle

Sie veranlasste einen ungarischen Grafen, sich hier eine Badeanstalt zu bauen. Viele Menschen kommen auch heute, um dieses reine Bergwasser zu trinken und sich in Flaschen abzufüllen. Ein Großteil der 8oo Uzhoker arbeitet übrigens bei der Bahn.

Der Uzhozkyj Pass bildet eine dreifache Wasserscheide. Nach Süden führt der Uzh das Gebirgswasser über die Theiß zur Donau und dann südlich um die Karpaten in das Schwarze Meer. Nach Nordosten entwässert das Gebiet in den Dnister (Dnjester), der bei Odessa ebenfalls ins Schwarze Meer mündet. Und nach Nordwesten fließt das Wasser über den San und die Wisla (Weichsel) in die Ostsee.

Von Woloskjanka vor Uzhok windet sich die Bahnlinie in großen Schleifen, durch 7 Tunnel und über abenteuerliche Brücken mit herrlichem Ausblick ins Tal hinauf zum Bahnhof von Schtscherbyn, einem beliebten Skiort mit Liftanlagen. Weiter geht es über den hochgelegenen Bahnhof Uzhok hinüber und hinunter ins Lwiwer Gebiet.

Die Sehenswürdigkeit des Dorfes: eine hölzerne Dreikuppelkirche (St. Michael) von 1745 oberhalb liegt ein Massengrab österreich-ungarischen und russischer Soldaten (363) von 1916

An der Passstraße erinnert ein Denkmal an die Schlacht von 1916. Die baumlose weite Passhöhe mit einer Reihe niedriger Holzhäuser wirkt wie aus einer anderen Welt. Hier soll auch ein großes hölzernes Hotel gestanden haben, das 1937 abgebrannt ist. Auf der Fahrt hinauf bietet eine Picknickplatz mit hübschen kleinen Holzhäuschen einen gutem Talblick.

Markierte Wanderwege und ein Zeltplatz helfen Wandertouristen, die Passhöhe und den Nationalpark zu erkunden. Drei Magazine und ein Bar-Magazin gewährleisten in Uzhok die Versorgung der Touristen.

Aber auch für Unterhaltung ist gesorgt: 12 Frauen bilden ein Folkloreensemble und der Maler Omeljan Sub bereichert das kulturelle Leben. Seine Tonfiguren sind beliebte Souvenirs.

Eine alte Schwefelquelle soll gegen Annemie helfen.

Als Gastgeber bieten sich an:

  1. Leschko Marija, N 117, Tel.: (235) 38 3 17
  2. Petyk Hanna, N 44
  3. Mykytitsch, Wasylj, N 131
  4. Kusowitsch, Nadija, 193

Apotheke und Ambulanz befinden sich im Haus N 156

Fernzüge Bahnhof Uzhok/Wolosjanka:
aus Uzhhorod: 1:44 ( nach Lwiw), 13:04 (nach Lwiw)
aus Lwiw über Uzhhorod: 1:08 (nach Solotwino), 14:15 (nach Mukatschewo)

"Elektritschka"
aus Uzhhorod nach Strij: 9:07, 11:56, 14:01, 19:00, 20:37, 23:20 Uhr
nach Uzhhorod  3:50, 4:53, 5:47, 11:03, 16:35, 19:20 Uhr

 

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