|
Соль
Erste Erwähnung im 16. Jahrhundert. Iwan Rihan, ein Deutschlehrer erzählt von seinem Dorf:
„Das Dorf Sil´ ist ein guter Platz für die gesunde und interessante Erholung. Es liegt in einem malerischen Gebirgstal am Fluss Uzh. Es ist 50 km weit von der Stadt Uzhhorod. Dorthin kann man mit dem Zug (Elektritschka), mit dem Bus oder mit dem Auto fahren.
Das Wort „Sil´“ bedeutet „Salz“, weil hier sechs Mineralquellen sind, wobei das Wasser von jeder Quelle einen eigenen Geschmack hat. Zu einer kann man über die Hängebrücke gehen. Hier soll auch einmal Salz abgebaut worden sein.
Im Zentrum des Dorfes steht eine alte Dorfkirche aus Holz ( gebaut 1777). Während des letzten Kriegs ging durch dieses Dorf die bekannte „Arpad-Linie“. Die Ungarn haben sie gegen die anrückenden Sowjetarmeen errichtet. Viele Reste von Betonbunkern und Schanzen am Dorfrand erinnern noch an diese Zeit.
Im Sommer kann man von Sil aus Wanderungen und Ausflüge machen, Pilze und Beeren sammeln, im Fluss baden, Mineralwasser trinken und in der Sonne liegen. Bis zur Wende besuchten viele Menschen hier das große Sanatorium „Edelweiß“. Jetzt wird es renoviert. Quartiere kann man in einigen Bauernhäusern mieten“
Das Sanatorium wurde 1987 gebaut. Die Leute erzählen, dass um 1930 an dieser Stelle ein einheimischer Lokalbesitzer eine Wanne aufstellte, das Wasser der Mineralquelle erhitzte und darin Menschen vom Rheumatismus und anderen Gelenkkrankheiten heilte.
Von Sil führt nordwestlich eine Seitenstraße zu dem kleinen Ort Knjahynja (Fürstin). Dort prallte 1866 der größte Meteorit in Europa auf. Seine Reste sind im Geologiemuseum in Wien aufbewahrt. 5 km nördlich des Ortes, vorbei an den Waldhöfen im „Sarai“ liegt im Gebirgsrücken
„Stynka“ eine Karsthöhle mit dem Namen „Knjahynja“ (Fürstin) versteckt (geologisches Reservat)
Beliebtestes Ausflugsziel ist der 986 m hohe Jawornyk mit einem idyllischen Picknickplatz und einer urigen Baude, in der man übernachten kann.
Die alte Holzkirche von 1777 wurde erst im Jahr 1834 von nördlich der Karpaten hier her transportiert, zu einer orthodoxen Kirche umgebaut, so dass sie den alten Charakter einer dreischiffigen Bojkenkirche verlor. Später wurden die Türme mit Blech abgedeckt.
Sil – Gastfamilien
- Bobryk Wasylj, Nr. 107, tel.: 34-2-37
- Bigar Jurij, Nr. 117, tel.: 34- 2- 31
- Gimbowda Jurij, Nr. 62
- Kowalj Marija, Nr. 10
- Kolach Iwan, Nr. 61, tel.: 34- 2- 10
- Tsipar Michail, Nr. 1, tel.: 34- 2- 38
Bergführer + Deutschlehrer : Iwan Ryhan (Tel :
8-235-34242) kleines Haus rechts nach der Brücke bei der Ortseinfahrt, nach
einem unbebauten Grundstück.
Wanderungen von Sil
In der Gegend von Sil und dem Dorf Knjaginja - Urochishche "Tschorni
mlaki". stürzte 1866 einer des größten Meteoriten Europas ab. Der
größte Stein - 286,3 kg schwer - wurde hier gefunden. Die Meteoritensplitter
werden in den Museen solcher Städte wie Wien, Budapest, Moskau aufbewahrt.
Von hier
- Abstieg über das Dorf Domaschni nach Sil (6 km).
- oder weiter über den Weiler Sarai zum "Urochishche Panskij lis"
(Herrenwald). Nördlich streckt sich der Karstrücken "Stynka", in
dem sich Höhlen befinden. Über das Dorf Stuschiza kommt man zum Bahnhof
Sahorb (13 km).
Auf den Berg Tscheremcha (1130m) und zurück nach Sahorb: Die Bergspitze ist
nackt, ohne Bäume, 10,7 ha groß. Von hier aus ist ein schöner Blick auf den
Beshchadskij Nazionalpark (Polen) und auf den Berg Tarniza (1346m). Von dort
aus sieht man genau das goldene Kreuz, das zu Ehren von Papst Johannes Paul
II. errichtet wurde. Von dort kann man über die Spitze Beskidezj zum Dorf
Stawne absteigen. Auf dem Gipfel sind noch – wie an vielen Stellen der
Gegend, so auch am südlichen Rand von Sil selbst - die Resten der
"Arpad-Linie" aus dem letzten Krieg zu sehen. Die Ungarn haben diese
Betonanlagen gegen die anrückenden Sowjetarmeen errichtet. Die Sowjetarmee
unter der Führung des Generals Brussilow hat die Spitze des Tscheremcha
erobert und 6 Monate gehalten.
Auf den Jawornik: Oberhalb von Sil beim Waldhotel "Dubowi Hai"
über den Fluss Uzh auf einer vom Hochwasser gefährdete Hängebrücke,
markiert direkt hinauf auf einen Grat, der zu Baude und Picknickplatz
(ca.900m) führt. Abwärts z.B. durch den Nord-Ost-Hang nach Kostrino oder
südwestlich über Russkij Motschar nach Velykyi Beresnyj.
|