Uzhhorod im Uzhtal

 

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Tor und Einstieg in die Waldkarpaten

Jede Landschaft hat ihre Geschichte, die von Uzhhorod (Ужгород) und dem Uzhtal beginnt im VIII-IX Jahrhundert (steinzeitliche Funde einmal ignoriert). Seit der Zeit der mongolisch-tatarischen Invasion ist sie mit der Geschichte von Transkarpatiens verbunden. Bis zum Bau der Schnellstraße über den Pereval Beskid bot dieses Tal die einfachste Verbindung zwischen dem früheren wolynyschen und polnisch-litauische Fürstentum und dem ungarischen Königreich. Uzhhorod und am Eingang ins Tal die Burg Newyzkyj beherrschten diesen Übergang. Heute bietet eine Fahrt mit der "Elektritschka" - 8 Uhr 50 ab Bahnhof Uzhhorod - hinauf auf den Pass "Pereval Uzhokskyj" (889m) einen guten Eindruck vom Charakter des Tales und seiner Menschen.
Was sagt WIKIPEDIA?
Uzh – deutsch "Natter" – durchfließt die 100 km lange Strecke in vielen Windungen in einem meist flachen Bett. Nichts scheint sensationell an ihm. Aber gelegentlich tritt er über die Ufer und überschwemmt Wiesen und niedrig liegende Ortsteile. Das Dorf Saritschewo (Заречево) musste schließlich sogar umziehen. Dem Erholungssuchenden, selbst dem Autofahrer scheint er zuzurufen: "Mach langsam, setz dich unter die Weiden oder wandere ein Stück mit oder mitten in mir, dann kommst du zur Ruhe." Angler hocken dort. Jugendliche fangen Fische mit den Händen. Ihn mit Booten zu befahren, geht fast nur im Frühjahr. Die Flößerei ist schon lange eingestellt.  

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Die Menschen im Tal scheinen von diesem ruhig strömenden Flüsschen geprägt zu sein. Sie sind ausgeglichen, fleißig, voller Humor und gastfreundlich. Ihre Arbeit jedoch ist hart. Landwirtschaft ist fast alles, was nach dem Sozialismus geblieben ist. Mit den Kolchosen sind selbst die Traktoren verschwunden. Die Luft ist seitdem wieder sauber und man kann unbesorgt in der Uzh baden – wo er tief genug ist.

Die Landstraße ist wenig befahren. Vor den Häusern sitzen plaudernd Jung und Alt. Kühe weiden an ihrem Rand oder trotten auf ihr in ihre Ställe. Hühner queren in den Ortschaften. Manche sind reine Straßendörfer, andere breiten sich gemütlich in der Ebene aus und haben abseits der Durchgangsstraße idyllische Ecken und Jahrhunderte alte Häuser. Gelegentlich durchfährt man richtige Dorfanger. Welykyi Beresnyj (Вел. Березныи), zweite Kreisstadt im Tal, hat einen Marktplatz mit einer vollgestopften Markthalle, die viel aussagt über die Sehnsüchte und die finanziellen Möglichkeiten der Talbewohner.

Der Tourismus ist als Nebenerwerbsquelle ausgefallen, seit für Urlauber der ehemaligen Sowjetunion Gruppenreisen nicht mehr organisiert werden und ihre Sehnsüchte anderen Teile der Welt gelten. "Dorftourismus" steht jetzt aber wieder in den Programmen, und vieler Orts regen sich private Initiativen, werden Plätze für Gäste hergerichtet und schließen sich Quartieranbieter zusammen. Sanfter Tourismus ist im Kommen.

Diese Broschüre soll helfen, die Reize und das Angebot des Uzhtals einem weiten Kreis bekannt zu machen. Sie ist gewiss bescheiden gehalten – aber ein Hochglanzprospekt auf Hightech-Basis überforderte die finanziellen Möglichkeiten der privaten Initiatoren - und er entspräche auch in keiner Weise dem grundehrlichen, aber doch noch recht bescheidenen Angebot. Fehler entschuldigen Sie bitte. Und für Korrekturen und Ergänzungen danken wir.

Wer – als ideale Ergänzung zum Besuch der alten k.u.k. Landeshauptstadt Uzhhorod Ruhe sucht, wandern will in endlosen Wäldern, über große Hochalmen in nahezu unberührter Natur und ein Quartier akzeptiert, in dem vieles an unsere Großeltern erinnert, insbesondere die große Freude, wenn man zu Besuch kommt und oft auch noch das Plumpsklo - der fühlt sich wohl im Uzhtal.

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